Ich glaube fest daran:
Jeder Mensch hat eine Superkraft.
Nicht nur Iron Man.
Nicht nur die Avengers.
Nicht nur die „Besonderen“.
Auch du.
Und nein, ich meine damit keine Leistung, kein Talent im klassischen Sinne und ganz sicher keinen Instagram-Optimierungsfaktor. Ich meine etwas Tieferes. Etwas Echtes.
Superkräfte sind kein Zufall
In Superheldenfilmen wird etwas sehr Wahres erzählt.
Manche Superkräfte sind angeboren.
Manche entstehen durch äußere Umstände.
Manche zeigen sich erst, wenn es richtig schwierig wird.
Tony Stark wird nicht stark, weil alles gut läuft.
Er wird stark, weil er gezwungen ist, sich selbst zu begegnen.
Weil er durch Chaos, Verlust und Verantwortung geht und dabei erkennt, wer er wirklich ist.
Das ist im echten Leben nicht anders.
Warum wir unsere Superkräfte oft nicht sehen
Die meisten von uns wurden nicht darin begleitet, ihre Stärken zu entdecken.
Wir wurden darin trainiert, Defizite auszugleichen.
Schon früh lernen wir:
- Was fehlt?
- Was ist zu viel?
- Was passt nicht?
- Wo musst du dich mehr anstrengen?
Wir wachsen in einem System auf, das Leistung misst.
Noten. Verhalten. Anpassung. Funktionieren.
Das Problem ist nur:
Superkräfte sind keine Leistungskräfte.
Sie lassen sich nicht benoten.
Sie tauchen nicht zuverlässig im Zeugnis auf.
Und oft werden sie sogar kritisiert, statt erkannt.
Die sensible Wahrnehmung wird „zu empfindlich“.
Der starke Bewegungsdrang wird „zu unruhig“.
Die Tiefe wird „zu viel Denken“.
Die Klarheit wird „zu direkt“.
Und irgendwann hören wir auf, diesen Teil von uns ernst zu nehmen.
Superkräfte zeigen sich im Alltag, nicht auf der Bühne
Das Entscheidende:
Superkräfte zeigen sich selten spektakulär.
Sie wirken im Miteinander.
Manchmal merkt man sie daran, dass Gespräche ruhiger werden, wenn du da bist.
Dass Kinder sich öffnen.
Dass Konflikte sich lösen, ohne dass du viel sagst.
Dass Menschen sich gesehen fühlen, einfach so.
Deine Superkraft ist oft genau das, was für dich selbstverständlich ist und für andere einen Unterschied macht.
Die Natur macht es uns vor
Schau dir einen Baum an.
Ein Sturm kann Äste abbrechen.
Ein Winter kann hart sein, eisig, scheinbar leblos.
Und doch:
Die Wurzeln bleiben.
Der Kern bleibt.
Und wenn die Zeit reif ist, wächst Neues.
Nicht aus Zwang.
Nicht aus Leistung.
Sondern aus innerer Wahrheit.
Genauso ist es mit uns Menschen.
Herausforderungen nehmen uns nicht unsere Superkraft.
Sie verdecken sie manchmal
oder fordern sie heraus, sich neu zu zeigen.
Warum Superkräfte etwas mit Frieden zu tun haben
Das ist der Punkt, der mir wirklich wichtig ist:
Wenn Menschen versuchen, etwas zu sein, was sie nicht sind, entsteht Spannung. Vergleich. Kampf. Anpassung.
Wenn Menschen beginnen, ihre eigene Superkraft zu leben und die der anderen zu achten, entsteht Ergänzung.
Nicht Gleichheit.
Sondern Gemeinschaft.
Frieden entsteht nicht, weil alle gleich sind.
Frieden entsteht, weil jeder seinen Platz einnimmt.
Wie du deiner Superkraft näherkommst, ganz konkret
Kein großes Programm. Kein Druck.
Nur ehrliche Fragen:
- Was fällt mir leicht, selbst wenn andere es anstrengend finden?
- Was habe ich als Kind oder Jugendlich/r gern getan, ganz ohne Ziel, ganz bei mir?
- Wobei beginne ich zu strahlen, vergesse Zeit und bin präsent?
Deine Antworten müssen nicht laut sein.
Superkräfte sind oft leise.
Aber sie sind stabil.
Und sie bleiben.
Vielleicht bist du nicht falsch.
Vielleicht bist du nicht „zu viel“ oder „zu wenig“.
Vielleicht bist du einfach besonders ausgestattet.
Und vielleicht ist jetzt ein guter Moment, dich daran zu erinnern.
Wenn du die Kräfte deines Kindes entdecken willst, beobachte es, wo strahlt es?
Wo ist es besonders lang dabei, damit meine ich nicht PC spielen.
Wo strahlt es und wie geht es mit andern Menschen und mit Tieren in Kontakt?
Wenn du magst berichte mir davon, ich freue mich deine Superkräfte und die deines Kindes zu lesen und zu spüren.
Von Herzen Nicole




