Zeit mit den Kindern zu verbringen, ist für viele Eltern eine der schönsten, aber auch herausforderndsten Aufgaben. Gerade im Alltag, wenn Schule, Arbeit und Haushalt den Takt vorgeben, kann das Gefühl entstehen, entweder zu wenig Zeit mit den Kindern zu haben oder gleichzeitig völlig ausgelaugt zu sein, wie eine ausgedrückte Pampelmuse.
Dieses innere Dilemma führt oft zu schlechtem Gewissen: „Ich müsste mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen“ und gleichzeitig: „Ich brauche dringend eine Pause, um wieder Kraft zu tanken.“ Was ist denn nun richtig? Gibt es überhaupt ein Richtig oder Falsch?
In diesem Artikel möchte ich dir Mut machen, denn es gibt kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch. Es gibt nur das, was sich für dich und deine Familie gerade gut anfühlt. Und ich zeige dir drei einfache Übungen, mit denen du herausfinden kannst, was das für dich ist.
Das schlechte Gewissen verstehen
Schlechtes Gewissen entsteht oft aus dem Wunsch, alles richtig zu machen, als Eltern, Partner_in, Berufstätige_r. Doch dieser Druck macht uns müde und unzufrieden. Er nimmt uns die Freude an der gemeinsamen Zeit.
Wichtig ist, dass du dich nicht für deine Bedürfnisse rechtfertigen musst. Du darfst Pausen brauchen, du darfst auch mal nicht perfekt sein. Deine Kinder spüren, wenn du ausgeglichen bist, viel mehr als die Quantität der Zeit.
Übung 1: Was fühlt sich gerade gut an?
Nimm dir einen ruhigen Moment und frage dich:
- Was brauche ich gerade wirklich? Mehr Nähe mit meinen Kindern? Oder mehr Zeit für mich?
- Wie fühlt sich mein Körper an? Wo spüre ich Anspannung oder Erschöpfung?
- Was würde mir heute helfen, um mich besser zu fühlen?
Schreibe deine Antworten auf und achte darauf, ehrlich zu dir selbst zu sein.
Übung 2: Kleine bewusste Momente schaffen
Du musst nicht stundenlang Zeit investieren, um wertvolle Momente zu erleben. Überlege:
- Welche kleinen gemeinsamen Momente kann ich heute bewusst genießen? (z.B. eine kurze Umarmung, ein gemeinsames Lied, ein Gespräch beim Essen)
- Wie kann ich diese Momente ohne Druck und Erwartung gestalten?
Diese kleinen Inseln der Verbundenheit stärken eure Beziehung und geben dir Energie.
Übung 3: Austausch ohne Rechtfertigung
Manchmal hilft es, mit den Kindern offen zu sprechen, ohne dich für deine Bedürfnisse zu rechtfertigen. Sag zum Beispiel:
„Manchmal brauche ich eine Pause, damit ich wieder gut für dich da sein kann.“
Oder:
„Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit, auch wenn ich heute müde bin.“
Diese Ehrlichkeit schafft Vertrauen und zeigt, dass auch Eltern Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen sind.
Fazit: Die Balance finden, die zu dir passt
Es gibt kein Patentrezept für die perfekte Balance zwischen Zeit mit den Kindern und eigener Entspannung. Wichtig ist, dass du auf dich hörst, dich nicht unter Druck setzt und kleine bewusste Entscheidungen triffst.
Deine Kinder profitieren davon, wenn du ausgeglichen und authentisch bist – nicht von einem ständigen „Mehr“ an Zeit.
Nimm dir die Freiheit, immer wieder neu zu entdecken, was sich für dich und deine Familie gut anfühlt.
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Von Herzen Nicole
Psychologische Mentorin & Raumhalterin
20 Jahre Familienbegleiterin



